Meine Geschichte

Wie alles begann…..

Heute möchte ich mit dir teilen, wie mein Weg begann.

Es wird ausschließlich um den Weg in und aus der Depression gehen.

Alles was Beziehungen dieser Zeit betrifft oder andere Themen, werde ich gesonderten Artikeln beschreiben,denn ich glaube somit bekommt das ganze ein überschaubarere Struktur.

Mein Weg zu mir.

Teilen möchte ich ihn mit Dir, damit du, falls du auch im Abgrund feststeckst, sehen kannst dass es doch Licht am Horizont gibt und dich jeder Schritt diesem Licht ein Stück näher bringt. Beginne wieder an dich zu glauben und finde deine Selbstliebe.

Das Jahr des Knalls

Im Jahr 2011 war ich noch Altenpfleger und Familienvater, hatte meine Hobbys wie Bushcraft,Outdoor Angeln und eine schöne Werkstatt um an meinen Motorrädern zu basteln. Ich lebte das anerzogene und ankonditionierte Durchschnittsleben, das aber nie wirklich meines war und mich unglücklich machte ohne daß ich es begriff, bis zu dem Moment in dem sich alles änderte.

Innerhalb kurzer Zeit erhielt ich von meinem Leben und den bis dahin gelebten Selbstlügen,einen vernichtenden Treffer nach dem anderen.

Alles spielte sich innerhalb nur weniger Wochen ab und es ging so schnell dass ich nicht wirklich mehr Schritt halten konnte.

Meine Mutter erkrankte sehr schwer an Brustkrebs,der bereits auch mehrere Wirbel und Rippen befallen hatte.Den Kampf gegen den Krebs verlor sie dann 2016 und ein weiterer wichtiger Mensch verlies mein Leben.

Durch mein damals noch im tiefen Egobewusstsein geführtes Leben, verlor ich meine Partnerin und somit auch meine Familie,meinen gerade mal drei Jahren alten Sohn.

Kurz zuvor verstarb meine Oma,welche in meinem Leben stets eine sehr wichtige Rolle spielte.

Dazu kam ein unglaubliches Mobbing am Arbeitsplatz und dann eines Tages ,plötzlich, der Knall.

Dass in meinem Leben etwas nicht stimmte spürte ich schon sehr lange aber ich betäubte es.

In den letzen Jahren als Altenpfleger litt ich an einer Abhängigkeit von Opiaten die mein ganzes Sein beeinflusste.

Diese Opiate ließen mich alles nicht so intensiv wahr nehmen und somit konnte ich irgendwie weiter machen.

Zeit meines Lebens war ich ein sehr starker Empath und was ich in dem Beruf der Pflege erlebte und sah war oft schrecklich. Durch die Gabe der Empathie fühlte ich jeden Schmerz und auf einer Pflegestation gibt es so viel davon, daß man dem nicht ausweichen kann.

Aber ich liebte meinen Beruf trotzdem,denn er hat auch sehr viele schöne Seiten und es gibt immer wieder tiefe Momente der Menschlichkeit.

Alles ging für mich viel zu schnell, die Einschläge erfolgten zügig und ohne die Möglichkeit auch nur kurz durch zu atmen, so verlor ich gänzlich jeden Glauben und jeden Halt.

Die Auflösung der Familienwohnung war der blanke Horror,denn es war meine Welt die sich da auflöste.

Auch dass meine Partnerin mir bereits wenige Tage nach der Trennung eröffnete, dass sie nun mit einem Freund unserer einstigen Familie zusammen sei, riss mich noch tiefer in den Abgrund.

Jedesmal wenn ich dann meinen Sohn besuchte auch um wieder Sachen aus der Wohnung zu holen, vertieften sich die Wunden. Meistens schaffte ich den Weg von der alten Wohnung, Richtung neue Wohnung, nur bis zum nächsten Autbahnparkplatz, welcher ca 20 KM entfernt war. Dort musste ich raus fahren.Ich saß in meinem Auto und schrie vor Schmerzen. Ich schrie aus voller Kehle. Wie lange ich da so stand weiß ich nicht.Sobald ich einiger maßen wieder denken konnte, setzte ich die Fahrt fort um schnellstens in meine neue Wohnung zu kommen, denn die Kräfte waren faktisch nicht mehr vorhanden.

So folgten Tage an die ich mich kaum noch erinnere, denn ich lief nur noch auf Notprogramm und alles fühlte sich wie taub an.

Als dies alles dann durch war, kam ich in meiner kleinen Wohnung wieder zu mir, die mir damals ,zum Glück, ein Freund vermittelte und ich wenigstens ein Dach über dem Kopf hatte.

Da stand ich also in dieser kleinen Wohnung, zwischen den Scherben meines Lebens.

Es ging nichts mehr.

Jeder Gedanke schmerzte und ich war zum ersten mal in meinem Leben komplett blockiert und hatte gänzlich jegliche Kontrolle verloren.

Ich stellte meine Couch in eine Ecke, warf Decke und Kissen drauf und dann mich.

Wie lange ich einfach nur auf der Couch lag weiß ich nicht mehr, aber es waren einige Tage.

Aber wie es manchmal ist im Leben, hat man auch oft etwas Glück im Unglück.

Kurz vor meinem Totalausfall stellte mir das Leben einen sehr lieben Menschen zur Seite, der auch unglaubliche Tiefschläge im Leben erlitt und mir half, mich wieder langsam aufzurappeln.

Das war meine liebe Freundin Elfi.

Wir lernten uns auf einem Outdoortreffen kennen, das sie in Österreich organisierte und verstanden uns sogleich prächtig.

Sie lud mich oft zu sich ein, in die schönen Alpen und wir machten wundervolle Touren durch die atemberaubende Landschaft Österreichs.

Da ich von meinem Arzt direkt ein halbes Jahr krank geschrieben wurde, konnte ich diese Einladungen annehmen und es war meine Rettung.

Die Klarheit die ich erleben durfte in den Tälern und auf den Bergen der Dolomiten, brachte mich so langsam wieder einigermaßen zum stehen und ich konnte durchatmen.

Ihr hatte ich auch zu verdanken dass ich das Problem meiner Tablettenabhängigkeit angehen und auch für immer hinter mit lassen konnte.

In der Silvesternacht 2011/2012 begann ich unter der Aufsicht und mit der Unterstürzung meiner Lieben Freundin, den kalten Entzug.

Er dauerte eine ganze Woche und war die Hölle.

Es ist ja dank des Wirkstoffs der selbe Entzug wie von Heroin und so begann eine Woche die ich nie wieder vergessen werde.

Nicht schlafen, nicht wirklich essen, Muskelkrämpfe, Schweißausbrüche ,Kopfschmerzen, Übelkeit und unwillkürliche Zuckungen waren nur die schlimmsten, aber nicht alle Symptome.

Nach einer Woche jedoch war es überstanden und ich war so erleichtert und befreit.

Als jedoch der Entzug durchgestanden war, waren meine Kanäle offen und es stand nichts dämpfendes mehr zwischen mir und der Depression die sich durch all das erlebte in mir ausgebreitet hatte.

Also direkt rein in die nächste Hölle…….

Hilfe bei einem Psychologen war nicht zu finden,denn egal wo ich auch anrief,die Wartezeiten betrugen mindestens 6 Monate.

Der einzige der mich kurz dazwischen schob war ein Neurologe,das hätte ich mir auch sparen können.

Der ganze Termin dauerte 15 Minuten und ich verließ mit sechs Packungen Psychopharmakahämmern wieder die Praxis.

Auf seine Frage, wie ich gegen die Depression vorginge, erzählte ich Ihm daß ich es mit sehr viel Aufenthalt in der Natur recht gut hin bekomme. Seine Antwort war, das wäre falsch und wäre keine Therapie.

Welch Hilfe, dachte ich mir und war froh als ich da wieder raus war.

Da ich gerade eine Tablettensucht beendet hatte, war mein Verlangen, gleich die nächste zu beginnen doch recht schmal.

Das konnte es nicht sein. Es muss einen anderen Weg geben.

Und dieser kam auch.

Ich begann damit mich Kräuterheilkunde zu beschäftigen und dem Spirituellen Weg.

Durch die Heilkräuter stieß ich auf Cannabis und machte mich schlau über diese Pflanze und ihren Einsatz bei diversen Leiden, so auch bei Depressionen und den damit verbundenen Symptomen wie Schlafstörungen, Probleme mit dem Essen, innere Unruhe usw usw.

Also begann ich damit, mich selbst mit Hanf zu behandeln und wenigstens zu dieser Zeit war es eine wirkliche Hilfe.

Denn ich konnte endlich schlafen, ich konnte essen und ich hatte eine Möglichkeit diesen Gedankenstrudel im Kopf zu unterbrechen.

Also blieb ich dabei und das über viele Jahre.

Erst letztes Jahr endete dann auch diese Zeit, denn ich konnte in den letzten drei Jahren meine innere Stabilität wieder erlangen durch Meditation und den Weg der Spiritualität.

Die seelische Weiterentwicklung brachte mich an den Punkt ab dem ich wieder selbstständig und zum ersten mal seit Jahren wieder gänzlich ohne einen Puffer oder eine Unterstürzung von außen,meinen Weg gehen konnte.

Das war nun lediglich ein Umriss meiner Hauptgeschichte. Sie wurde und wird begleitet von vielen weiteren,die in Summe mein Leben sind.

Auch davon werde ich berichten, wenn die Zeit gekommen ist.

Mein Leben im Wohnmobil trug ebenfalls sehr vieles dazu bei dass ich heil wurde und jetzt hier sitze um all das nieder zu schreiben, auf das es einer Seele die dies liest, vielleicht doch Hoffnung und Zuversicht bringen mag.

Aber das Leben im Wohnmobil ist eine andere Geschichte…….

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