Strom des Lebens

Der Strom des Lebens

Wir müssen nicht gegen diesen Strom anschwimmen.

Auch müssen wir nicht gegen den Strom anschwimmen um zu der so oft zitierten Quelle zu
gelangen.

In meiner subjektiven Wahrnehmung stellt diese Aussage sogar einen Irrweg dar.

Wie macht es das Wasser?

Es fließt einfach. Es drängt der Mündung des Flusses zu, ohne sich über seine Quelle Gedanken zu
machen.

Es mäandert durch unzählige Landschaften, über Wiesen, durch Wälder und vorbei an den Städten
der Menschen, die ihrem Kontrollwahn aufsitzen.

Das Wasser macht sich eventuell keine Gedanken darüber, wie es so dahin fließt.
Vielleicht weil es eine tiefe Gewissheit hat.
Diese Gewissheit können auch wir Menschen in uns tragen und sie wird uns den Druck aus dem
Leben nehmen, diesen Druck an die Quelle kommen zu wollen, indem wir gegen den Strom
schwimmen.

Denn unsere Quelle ist nicht irgendwo, sondern sie ist stets tief in uns.

Das Wasser geht seinen Kreislauf schon seit Anbeginn der Zeit.
Es tritt an einer Quelle hervor, dann strebt es dem Ozean zu, um sich dort mit ihm zu vereinen.

Wenn sie denn jemals getrennt waren.

Es verdampft, bildet Wolken und so reist es durch die Welt.

Fällt es dann wieder als Regen auf die Erde, beginnt die Reise zum Ozean von neuem.
Vielleicht macht sich das Wasser daher keine Sorgen, weil es um den stetigen Kreislauf aller Dinge
weis.

Kann man den Lauf des Wassers und den unseres Lebens in Einklang, in Deckungsgleichheit
bringen?

Lasst es uns einmal versuchen.

Wir werden geboren, wir leben und wir sterben.
Allerdings nur um wieder geboren werden zu können.

Ein Fluss beginnt mit seiner Quelle und erlebt jedoch zwei Wiedergeburten.

Die erste ist der Austritt aus seiner Quelle.
Sein Wasser verlässt, nach oft sehr langer Reise, wieder den schützenden Schoss von Mutter Erde
und macht sich auf ,Richtung Ozean.

Nach dieser ersten Wiedergeburt wächst er immerzu, auf seinem Weg.
Er wächst durch den Zulauf anderer Gewässer stetig an, so wie wir durch den Zulauf von
Informationen, ebenfalls, stetig anwachsen und lernen.

Der Fluss strebt ebenso wie wir, seinem Ende als Fluss zu.
Vereinigt er sich mit dem Ozean, so erlebt er Tot und Wiedergeburt eigentlich zeitgleich.

Er stirbt als Fluss und wird sogleich als Ozean wieder geboren.
Ebenso wie es bei uns ist.
Sind wir an unserer Mündung angekommen, so gehen auch wir wieder im Ozean des Lebens und
der Energie auf.

Der materielle Körper stirbt, aber unsere Energie fließt weiter, in den Ozean des Lebens und ebenso
wie der Fluss wieder heimkehrt, wenn er sich im Ozean verliert, so kommen auch wir wieder nach
Hause, wenn wir die Mündung unseres menschlichen Lebens passieren.

Doch das ist weder bei dem Einen noch bei dem Anderen das Ende.

Das Aufsteigen des Wassers als Dampf, vergleiche ich mit der Reise der Seele zu ihrer neuen
Inkarnation, bis sie erneut dazu bereit ist, als neuer Mensch wieder geboren zu werden.

Der Eintritt des Regens in Mutter Erde ist also, wenn man so sehen mag, das selbe wie die
Befruchtung der Eizelle, aus der dann ein neuer Mensch entsteht.

So wie der Fluss dann wieder den Schoß der Erde verlässt, so betreten wir diese Welt durch unsere
Geburt und das Verlassen des Mutterleibs.

Der Beginn einer neuen und fantastischen Reise, mit eben wieder genau dem selben Ziel.

Nichts wird je verloren gehen und nichts ist jemals, wirklich an einem Ende angelangt.

Liebe und Vertrauen euch allen.

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