Stille

Stille erfahren

Stille, ein Thema, welches in meinem Leben immer mehr und mehr an Bedeutung gewann.

Wie erfahre ich Stille?

Das war eine Frage die immer wieder in mir auftauchte.

Denn die meiste Zeit meines Lebens ertrug ich Stille nicht einmal, weil sie den Lärm in mir offenbarte. Lärm, dessen ich mir selbst nicht annähernd bewusst war.

Der Lärm dieses Gedankengüterzuges, der ohne Unterlass in mir rollte und immer noch rollt, wenn ich es zulasse.

Ein Lärm der so still und doch gleichzeitig, so ohrenbetäubend laut ist.

Die Gedanken wechseln ohne Unterlass und unser Kopf hält uns damit kontinuierlich auf Trab.

Er projiziert eine Situation nach der anderen auf die Leinwand unseres Wachbewusstseins und springt von einem Extrem ins andere.

Jedoch sind es nie gute, oder schöne Bilder die wir da sehen.

Wie sollten sie es auch sein, denn unser Geist kann nur vorführen was er kennt.

Haben wir viel schlechte Erfahrungen gemacht, dann sind auch die Bilder in unserem Kopf zumeist schlecht und machen im schlimmsten Fall Angst.

Angst ist sowieso das erste Mittel der Wahl unseres Egos, uns in ständiger Abhängigkeit von Ihm zu halten. Es versetzt uns in unsere Ängste um sich dann als unser Retter zu präsentieren.

Der beste Weg, für mich, das zu beenden, war der Weg in die Stille.

Von Menschen wie Eckhart Tolle, Osho oder anderen Lehrern entlieh ich mir das Wissen und setzte es nach und nach in eigene Erfahrung um. Womit ich auch noch immer sehr intensiv beschäftigt bin.

Ich würde es als einen Kreis bezeichnen, welchen man da zu schließen hat.

Der Kreis des Entkoppelns vom Strom der Gedanken, um somit Stille zu erfahren, aber auch Stille zu erfahren, die dieses Entkoppeln erst möglich macht.

Am Anfang ist es meist so, als wolle man auf ein fahrendes Karussell aufspringen und landet dabei oft genug auf der Nase.

Dann aber, mit der Zeit, erkennt man, dass dieses Karussell Stellen bietet, auf denen man sicher Fuß fassen kann.

Diese Stellen sind die Ruhe zwischen den Worten der Gedanken und die Wechsel zwischen den verschiedenen Gedankenkonstrukten.

Durch diese Lücken kann man unbehelligt hinein schlüpfen und hat den Zugang gefunden.

Dann hat man die Hebel in der Hand und kann dieses Karussell erst einmal verlangsamen.

Was es dann zu lernen gilt ist, das nicht identifizieren mit den Gedanken. Das nicht hineinfallen lassen sondern lediglich zu beobachten.

Beobachten welcher Gedanke gerade kommt, was er in mir bewirkt, denn jeder Gedanke ist mit einer bestimmten Emotion und auch körperlichen Reaktion verbunden.

Angst z.B. wird immer eine Ausschüttung von Adrenalin bewirken, welche wir sehr deutlich spüren können.

Einfach nur beobachten, wie der Gedanke kommt und wie er auch sofort wieder weiter zieht, so fern ich ihn nicht festhalte.

In meinem Fall sind es immer und immer wieder die selben Gedanken und sie verursachen Angst in mir.

Sie triggern meine tiefste Ängste, die das verletzte Kind in mir irgendwann in meinem Leben erlernte.

Verlustangst, Angst vor dem alleine sein und Angst vor Ablehnung.

Das sind so meine Freunde, die mich gerne und oft besuchen kommen. Ob ich das nun will oder nicht.

Auch mit verdrängen habe ich es oft und lange genug versucht, was allerdings immer wieder eine heftige Entladung auslöste, wenn ein bestimmtes Level mal wieder überschritten wurde.

Warum aber sind diese Ängste nun Freunde und keine Feinde,wenn sie mir doch weh tun?

Ganz einfach!

Wünschen wir uns von einem wirklichen Freund nicht auch, dass er uns stets schonungslos ehrlich gegenübertritt? Auch wenn es mal unangenehm oder schmerzhaft sein sollte?

Denn eben genau das tun unsere Ängste für uns.

Sie zeigen uns auf wo genau die Baustellen sind, die unserer Erlösung bedürfen.

Den Pfad dieser Ängste zu verfolgen, dazu bedarf es dann nun wieder der Stille, denn sie gibt uns die Möglichkeit die Schleier zu zerteilen, die zwischen unserer Wahrnehmung und dem wahrlichen Grund hängen.

Der Weg in die Stille ist jedoch für jeden ein anderer und so individuell wie Fingerabdrücke.

Was mir hilft muss nicht unbedingt dir auch helfen. Da bleibt nur testen.

Es gibt viele Wege in die Stille, einer der besten, meines Erachtens, ist aber die Meditation.

Wie Osho sagt, Meditation ist nichts das, man erlernen kann, nichts das man sich aneignen kann, denn sie ist bereits Teil von uns. Sie ist tief in uns und kommt uns entgegen wenn wir uns tapferen Herzens auf den Weg zu Ihr machen.

Meditation muss auch keinesfalls ein stundenlanges Unterfangen sein.

Schon wenige Minuten genügen am Anfang um eine positive Erfahrung zu machen.

Davon wird dann deine Neugier geweckt, welche dich anschließend Stück für Stück tiefer in diesen Kaninchenbau führen wird.

Erwarte keine Wunder am Anfang und gib nicht auf wenn du nicht sofort die volle Erlösung erfährst.

Unsere Ängste hatten unser ganzes Leben lang Zeit sich einzunisten, also wird es auch seine Zeit brauchen, sie zu erkennen und zu erlösen.

Sie werden auch nicht verschwinden, das wäre ein Trugbild. Sie werden immer da sein, denn sie sind ein Teil von Dir und deinem Weg, den du dein Leben nennst.

Aber sie verlieren ihre Macht über deinen Gedankenprojektor.

Du übernimmst immer mehr und mehr die Kontrolle über das Kinoprogramm in deinem Kopf und kannst somit die Filmrollen wechseln wie es DIR gefällt, nicht mehr ihnen.

Finde deinen Weg in die Stille und die Stille findet dich………….

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